Sarah Di Natale: Weiterbildung am Diabetesseminar

Sarah Di Natale am Diabetesseminar des Schweizerischen Podologen Verbandes.
07 Mrz 2018

Sarah Di Natale nahm sich zu Herzen, was die damals 16jährige Lehrtochter Nicole Spirig von ihrem Vorgesetzten, SFS-Inhaber Hans Huber, lernte: «Wer rastet, der rostet.» Die junge Podologin absolvierte das Diabetesseminar des Schweizerischen Podologen Verbandes.

 

«Für mich als ausgelernte Podologin EFZ ist es wichtig, mich konsequent weiterzubilden und stets auf dem neusten Ausbildungsstand zu sein. Schliesslich möchte ich mein Wissen den Kundinnen, Kunden in der Podologie Spirig weitergeben und so eine gute und kompetente Arbeit abliefern.

Im zweitägigen Seminar lernte ich sehr viel Neues und Wissenswertes über den Diabetes mellitus. Davon profitierte ich sehr, obwohl diese chronische Krankheit schon in der Ausbildung zur Podologin EFZ ein wichtiger Teil im Schulstoff war.

Ein wichtiger Teil der Seminar-Informationen dreht sich um die Ernährung, um Kohlehydrate und Zucker. Um uns vor Augen zu führen, wie entscheidend sich die Kohlehydrataufnahme auf den Zuckerspiegel auswirkt, schenkte uns Dr. med. Frank Achermann, Facharzt FMH für Diabetologie & Endokrinologie, sein Kochbuch. Und natürlich vermochte er mich mit seinem Vortrag zu fesseln. Ich wusste nicht, dass gewisse Esswaren so viel Zucker enthalten. Es sind Lebensmittel und Getränke, die wir einfach so konsumieren. Zwei Beispiele: 100 Gramm Ketchup enthalten elf und 5-Dezi-Original-Cola 14 Würfelzucker.

Ein schlecht eingestellter Zuckerspiegel kann die Wundheilung verlängern. Deshalb ist es wichtig, dass eine Podologin gut geschult ist, über die Wundversorgung eines Diabetikers. Ich weiss nun noch viel besser, wie ich mit Wunden umgehen soll und in welcher Art ich meine Kundinnen und Kunden beraten kann.

Denn als Podologin muss ich eine Grenze setzen können. Ich muss wissen, wann schicke ich den Patienten, die Patientin zum Hausarzt oder zum Diabetologen, wann rate ich zu einem professionellen Wundmanagement?

Die Kontrolle von Diabetesfüssen ist extrem wichtig, deshalb müssen wir eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den verschiedensten Ärzten führen. Stimmt diese nicht, kann vieles schief gehen.

Denn bei einer Neuropathie, also bei einer Erkrankung des peripheren Nervensystems, kann der kleinste Fremdgegenstand im Schuh zu einer offenen Wunde führen. Und diesen Schmerz spürt der Patient nicht. Beachtet der Betroffene diese Wunde nicht, führt das im schlimmsten Fall zu einer Amputation des Fusses. Darum ist es gerade für Menschen die an Diabetes mellitus leiden, sehr, sehr wichtig, dass sie regelmässige ihre Füsse kontrollieren. Dazu gehört ebenfalls eine Kontrolle ihrer Schuhe.

Dr. med. Regula Wiesmann, Fachärztin FMH für orthopädische Chirurgie zeigte uns viele verschiedene Beispiele von kranken Füssen, die amputiert werden mussten. Das war eine spannende und zugleich äusserst schockiere Lehrstunde. Liess sie uns doch Vorher- und Nachherbilder vergleichen.

Das Weiterbildungsseminar war sehr spannen und intensiv. Ich konnte mein Wissen über das Thema Diabetes mellitus noch mehr aufbauen und bin in meiner Arbeit sicherer geworden.

Also, ich freue mich auf Sie und auf Ihre Füsse.»

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