WANDERSCHUHE:
Füsse mit komplexer Technik entlasten

WANDERSCHUHE: Füsse mit komplexer Technik entlasten
11 Sep 2015

Meine Familie wandert gerne. Und damit des Müllers Lust Freude macht, brauchts gutes Schuhwerk. Hier einige Punkte, auf die es ankommt.

Einlaufen: Ob man einen Schuh einlaufen muss, hängt von den Füssen ab. Sie sind empfindlicher geworden, weil wir uns im Alltag öfter in unpassenden Schuhen bewegen. Das Einlaufen, das früher gang und gäbe war, ist heute dank moderner Schuhwerk-Technologie nicht mehr nötig.

Tatsächlich. Wanderschuhe sind komplexe Gebilde: Das Modell «Renegade GTX MID» des Schweizer Schuhherstellers Lowa besteht aus 185 (!) Einzelteilen. Ist das nötig? Lowa schreibt dazu auf der Webseite: «Ein komplexer Körperteil wie der Fuss benötigt eben auch eine komplexe Verkleidung.»

Zum richtigen Schuh gehören passende Socken. Bestens geeignet sind solche aus synthetischen Materialien, die, wenn möglich, an Druckstellen wie Zehen und Fersen eine Polsterung aufweisen. Das gibt am wenigsten Blasen. Wer empfindliche Haut hat, dem empfehle ich, vor der Wanderung zu «pflastern» oder unter den Socken Strümpfe ohne Nähte zu tragen.

Zehen sollten genug Platz haben, also vorne etwa einen Zentimeter. In der Breite passt der Schuh sich beim Einlaufen eventuell noch an – nicht aber in der Länge. Wichtig: Morgens sind die Füsse kleiner.

Stramm schnüren soll man Schuhe vor allem im Vorderfuss- und Rist-Bereich. Schliesslich will man vorne nicht anstos-sen. Je schwieriger das Gelände, desto verwindungssteifer und seitenstabiler muss der Schuh sein. Er entlastet die Muskeln spürbar und verhindert «brennende Fusssohlen».

Nicole Spirig

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